Grosses Ölbild auf Leinwand von
Arthur Bryks (eigentlich Zakan Bryks) 1894 Falkow bei Radom Polen - 1970 (verschwunden nach schwerer Krankheit an der Ligurischen Küste)
Bürger von Polen und Israel (seine einzige Tochter "Ly" war Schweizerin, er wollte nicht)

Tessiner Stillleben (nicht bezeichnet).
Noch heute beschäftigt sich die Kunstgeschichte mit der Frage, wo die millionenschwere Kunstsammlung der Porza Stiftung abgeblieben ist, eine grosse Sammlung mit frühen Originalwerken der bedeutendsten Kubisten, Dadaisten und Expressionisten Europas.
Mitbegründer der Porza Stiftung - benannt nach dem gleichnamigen Tessiner Dorf mit dem Haupthauses der Stiftung- einem gesamt europäischen Künstlernetzwerk mit über 30 Künstlerhäuser z.B. in Berlin, Amsterdam, Paris etc. gehört zu den herausragenden Leistungen dieses jüdischen Künstlers und später war er noch Gründer diverser Sozialinstitutionen im Tessin und Israel.

Link zum Eintrag auf der Kantonswebseite des Kt. Tessin mit Foto des Künstlers

Ausbildung zum Rabbiner in Polen, danach Ausbildung zum Sänger in Wien und am Konservatorium in Basel mit Diplom zum Kantor, als solcher nach 1918 in der Zürcher Synagoge tätig.
1918 Heirat mit der Tochter seines wichtigsten Mentors und Förderers Weimann einem bekannten Fleischkonservenfabrikant aus Basel. Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Basel zum Maler. Bryks verdankt Weimann, dass er nicht für den russischen Zaren in den Krieg ziehen musste.
Kontakte in Zürich mit den Dadaisten, er verkehrt regelmässig im Cabaret Voltaire.
1919 - 1921 Übersiedlung nach Ascona mit Kontakten zum "Monte Verita" und zu den jüdischen, osteuropäischen Künstlern in Ascona. 1921-1923 Berlin, mit Kontakten zu den Dadaisten und Expressionisten der Berliner Künstlerszene. Besuch von Kursen am Bauhaus Berlin, regelmässiger Kontakt mit Kandinsky, Klee etc. Ab 1923 in Porza bei Lugano. Nach 1943 erfährt er, dass seine polnische Verwandtschaft und fast alle seine polnischen Freunde ermordet wurden, diese Zäsur ist auch in seinen Bildern nach 1943 ersichtlich. Während des Krieges war das Haus in Porza auf der "Flüchtligsroute" von jüdischen Flüchtlingen, die über die Schweiz geflohen sind und nach dem Krieg beschäftigte er und seine Frau Kriegsversehrte und Kriegstraumatisierte in ihrer Weberei in Porza. 1951 Übersiedlung nach Israel, 1964 Rückkehr nach Europa. Das Sozialengagement der Bryks war auch politisch motoviert, so standen er und seine Frau immer für linke Ideen ein.
Die Bilder der 20er Jahren dieses Künstlers sind sehr verschieden von diesem harmonischen leicht spät impressionistischen Gladiolen-Stillleben mit Blick durch ein Fenster auf eine Tessiner Landschaft.

Link zum Bild in der Sammlung des Museum für Moderne Kunst Ascona

Eintrag bei "ticinarte" mit diesem Link

Ausstellungen Auszug:
Gruppenausstellung im Kunsthaus Zürich vom 9.11.1922 - 3.12.1922
Rijksmuseum Amsterdam 1940
Berlin 1920/1921/1923
Rotterdam 1924 / Den Haag 1924/1930
New York 1927 /1928

Sehr schöne Erhaltung des Bildes, der Rahmen sollte ev. neu gestrichen werden.
Provenienz: Wohnungsliquidation am Zürichberg / Privatbesitz Schweiz.
Unterstes Foto hat eine höhere Auflösung.

Signiert und datiert 1939 zudem Rückseitig mit Widmung als Geschenk (siehe Fotos).

Format Bild : 55 X 65 cm
Format Rahmen : 72 X 82 cm!

Versand als Sperrgut nach Vorauszahlung für 30.- ist möglich, doch abholen in 8001 Zürich ist besser.

 
 

250,00 CHF

Produkt-ID: BRYK1  

inkl.MWST

 
 
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