Sehr schönes Ölbild auf Leinwand über Platte von
Otto Gampert 26.10.1842 Ottenbach - 8.3.1924 Zürich


Nicht bezeichnet, eine weite Landschaft in Bayern mit aufziehendem Gewitter, sicher aus seiner Zeit in München und wohl spätes 19. Jh.
Ein mittelgrosses Gemälde, grösser als die anderen Otto Gampert Bilder im Shop.

Otto Gampert wächst als Sohn des Bezirksarztes auf und wird nach seiner Heirat die väterliche Landarztpraxis übernehmen und zudem als Gemeindepräsident amten. Der frühe Scharlach-Tod von zwei seiner Kinder und der Stress als Landarzt (heute würde man von Burnout sprechen) führen zu einem Jobwechsel und Wohnortswechsel, welche seine Frau (eine Fabrikantentochter aus dem ZH Seefeld) mitträgt. Wie ihr Mann liebt sie die Grossstadt München um die Jahrhundertwende. Ab 1883 ist Gampert nicht mehr als Arzt tätig, sondern in München im Umfeld von Otto Frölicher künstlerisch aktiv und studiert an der ABK. Er stellte ab 1888 im Münchner Glaspalast, in Düsseldorf, Berlin und Zürich aus. Im Gegensatz zu seinen Lehrern Otto Fröhlicher und Johann Adolf Stäbli, die der Kunstrichtung "Paysage intime" zuzuordnen sind, entwickelte sich Gampert zum Impressionisten. Auf jeden Fall ist dies meine Meinung, da O. Gampert zu seinen Schweizer Künstlerfreunden hielt und nichts desto trotz einerseits mit den Vertreter der Münchner Secession regelmässig im Bierlokal sass, aber doch andererseits dem konservativen Flügel der Akademie die Treue hielt, wird er von der Kunstgeschichte nicht als Impressionist war genommen - doch dies ist nur Politik.
Zudem gilt Gampert als herausragender Radierer, seine Radierungen sind in den meisten Graphischen- Sammlungen bedeutender Deutscher Museen vertreten, genauso wie seine Gemälde in kaum einer auf das 19. Jahrhundert spezialisierten Sammlung bedeutender Deutscher und Schweizer Museen fehlen.
Es gibt zu Werken von Otto Gampert weltweit über 150 Auktionsresultate.
Die Bedeutung dieses Schweizer Malers ist im Deutschen Kunsthandel besser anerkannt als in der Schweiz. Da besteht meiner Meinung nach noch Nachholbedarf in der Schweiz.
R. Gyr

Gruppenausstellung im Kunsthaus Zürich vom 03.07.1919 - 27.07. 1919.
Gruppenausstellung im Kunsthaus Zürich vom 07.09.1922 - 30.09.1922 zusammen mit Fanny Brügger, W. Buchmann, A. Dietrich, Gertrud Escher, E. Geiger, E. Hodel, J. Itten, G. Kaegi, Clara Porges, J. Rithmann, Leonhard Steiner, Ernst Stiefel, R. Urech, Georg Weber.
Gruppenausstellung im Kunsthaus Zürich vom 11.01.1925 - 01.02.1925 zusammen mit Carl Burckhardt, Ottilie Roederstein, Fanny Brügger, Jakob Ritzmann.

Otto Gampert bei Christie's

Die gesamte Dis. von Dr. med. Otto Gampert in der Bayrischen StaatsBibliothek (digital) mit diesem Link
Dissertation zum Thema: Untersuchungen über die Niere der Cyprinoiden und der Amphibien.
Verlagsort: Zürich / Erscheinungsjahr: 1866 Universität Zürich.

Das Bild ist weder schmutzig noch beschädigt, sondern in dieser Art gemalt und befindet sich in gutem Zustand. Bei Zweifeln bitte vorbesichtigen, das Bild wird sowieso nicht versendet. Der echt vergoldete Rahmen ist schön erhalten und passt gut zum Bild.
Provenienz: kleines Schweizer Auktionshaus / Privatbesitz Schweiz.
Unterstes Foto hat eine höhere Auflösung.

Signiert, aber nicht datiert oder bezeichnet.

Format Bild : 41 X 60 cm
Format Rahmen : 53 X 72 cm

Kein Versand, das Bild muss in 8001 Zürich abgeholt werden.

 
 

730,00 CHF

Produkt-ID: OG1  

inkl.MWST

 
 
Anzahl:   St



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